Der Plan war nach Dar Es Salaam zu fahren und dort ein paar Tage bei einem Ehepaar Perialis von unserer Mission zu wohnen. Zum einen um die Stadt ein bisschen zu sehn und zum anderen um sich die Arbeit von Herrn Perialis, der als Chirurg in einem Krankenhaus in Dar arbeitet, anzuschauen.
Anschließend wollten wir zusammen mit 13 anderen Kurzzeitlern (von denen wir 4 kannten) mit der Fähre nach Zanzibar übersetzen.
Wir hatten unseren Plan ohne die Regenzeit gemacht. In den drei Tagen, in denen wir in Dar waren hat es so viel geregnet, wie im letzten Monat zusammen. Brücken und ganze Wohnviertel wurden einfach weggeschwemmt. Wir waren von der Stadt komplett abgeschnitten. Schön war es trotzdem, wenn auch ein bisschen weniger aufregend als gedacht.
Pünktlich zur Abfahrt waren die Straßen glücklicherweise wieder zum großen Teil passierbar.
Es blieb aber bis zum Schluss spannend, ob wir die Fähre rechtzeitig erreichen würden, da wir auf der Fahrt mit dem Taxi auf einer Reihe Sandsäcken hängenblieben. Aber die Tanzanier sind hilfsbereit und mit der Hilfe einiger Passanten und einer ausgeliehenen Schaufel haben wir das Auto flottgekriegt und waren pünktlich an der Fähre.
Zanzibar war einfach der Wahnsinn! Wir haben in einer Lodge direkt am Strand gewohnt, man musste nur durch einen Palmenwald und war direkt am Meer. Ich hätte nie gedacht, dass das Meer so türkis und Sand so weiß sein kann..
Außer Strandurlaub haben wir das komplette Touriprogramm mitgenommen. Wir waren Schnorcheln, Delfinschwimmen, einige von uns haben eine Gewürztour mitgemacht.. und in Stonetown, dem alten Teil der Haupstadt, waen wir. Das war echt schön da, man sieht deutlich die arabischen Einflüsse und es macht wahnsinnig Spaß durch die verwinkelten Gassen zu gehen und hinter jeder Ecke eine andere Welt zu entdecken.
Weihnachten war seltsam, halt gar nicht weihnachtlich. Aber wir haben uns echt gut verstanden in der Gruppe und von daher hatte ich keinen Grund Heimweh zu haben.
Es war generell mal ganz angenehm Urlaub von Afrika zu haben, weil Zanzibar ist nicht das Tanzania was wir kennen. Einerseits durch arabische Einflüsse und vor allem durch den Tourismus unterscheidet sich die Insel extrem vom Festland. Man konnte tragen was man möchte, wir konnten feiern gehen ohne uns Sorgen um unseren Ruf machen zu müssen… das war schon cool.
Doch trotz allem Schönen, war es dann auch gut wieder nach Musoma zu kommen. Trotz allen Eigenheiten mag ich die Menschen hier schon echt gern.
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