Fast 4 Wochen ist es jetzt her, dass ich mich von Deutschland und westlichem Luxus verabschiedet habe. Seitdem Wochen lebe ich quasi in einer anderen Welt, in der Strom absolut keine Selbstverständlichkeit ist und geteerte Straßen eher eine Seltenheit.
Anfangs haben wir uns das Haus mit einer Maus geteilt, die konnte aber entsorgt werden und Kakerlaken hab ich auch erst zwei gesehen. Wir haben sie mit Insektenspray betäubt und im Klo runtergespült. Gar kein Problem für uns. :)
Man gewöhnt sich erstaunlich schnell an das alles.
Woran ich mich noch nicht wirklich gewöhnt habe, ist die Tatsache, dass man immer auffällt, immer angesprochen wird und dass einem ständig „Mzungu“ (Weißer) hinterhergerufen wird.
Das finde ich eher nervig.
Zu arbeiten haben wir (Judith, meine Partnerin, und ich) noch nicht angefangen, das wäre auch quasi unmöglich, denn mit englisch kommt man wirklich nicht weit und mein Kiswahili lässt noch ziemlich zu wünschen übrig. Deshalb machen wir momnetan noch Sprachschule.
Die Menschen hier haben Zeit, hier ist es unhöflich einfach aneinander vorbei zu gehen ohne sich zu begrüßen und sich mindestens mal nach der Gesundheit und der Familie zu erkundigen.
Um von A nach B zukommen nimmt man entweder ein „daladala“, stickige und überfüllte Kleinbusse, die statt der Bremse de Hupe benutzen oder ein „pikipiki“, Motorradtaxis, die zur Not auch mehrere Passagiere mitnehmen. Ich liebe Pikipkifahren. Das ist das allerberste!
Ganz zu schweigen von dem unglaublich schönen Viktoriasee, in dem man zwar leider nicht schwimmen darf, der aber wunderschöne Strände hat, die man von uns aus relativ schnell mit dem Pikipiki erreichen kann.